Allgemeine Geschäftsbedingungen mit Kundeninformationen

Inhaltsverzeichnis

  1. Gel­tungs­be­reich
  2. Ver­trags­schluss
  3. Wi­der­rufs­recht
  4. Prei­se und Zah­lungs­be­din­gun­gen
  5. Lie­fer- und Ver­sand­be­din­gun­gen
  6. Ei­gen­tums­vor­be­halt
  7. Män­gel­haf­tung (Ge­währ­leis­tung)
  8. Haf­tung
  9. Be­son­de­re Be­din­gun­gen für die Ver­ar­bei­tung von Wa­ren nach be­stimm­ten Vor­ga­ben des Kun­den
  10. An­wend­ba­res Recht
  11. Ge­richts­stand
  12. Al­ter­na­ti­ve Streit­bei­le­gung

1) Geltungsbereich

1.1 Die­se All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen (nach­fol­gend “AGB”) der Pralinenland.de ein Un­ter­neh­men der Schot­te­ner So­zia­le Diens­te gemeinnützige GmbH (nach­fol­gend “Ver­käu­fer”), gel­ten für al­le Ver­trä­ge über die Lie­fe­rung von Wa­ren, die ein Ver­brau­cher oder Un­ter­neh­mer (nach­fol­gend „Kun­de“) mit dem Ver­käu­fer hin­sicht­lich der vom Ver­käu­fer in sei­nem On­line-Shop dar­ge­stell­ten Wa­ren ab­schließt. Hier­mit wird der Ein­be­zie­hung von ei­ge­nen Be­din­gun­gen des Kun­den wi­der­spro­chen, es sei denn, es ist et­was an­de­res ver­ein­bart.

1.2 Ver­brau­cher im Sin­ne die­ser AGB ist je­de na­tür­li­che Per­son, die ein Rechts­ge­schäft zu Zwe­cken ab­schließt, die über­wie­gend we­der ih­rer ge­werb­li­chen noch ih­rer selb­stän­di­gen be­ruf­li­chen Tä­tig­keit zu­ge­rech­net wer­den kön­nen. Un­ter­neh­mer im Sin­ne die­ser AGB ist ei­ne na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­son oder ei­ne rechts­fä­hi­ge Per­so­nen­ge­sell­schaft, die bei Ab­schluss ei­nes Rechts­ge­schäfts in Aus­übung ih­rer ge­werb­li­chen oder selb­stän­di­gen be­ruf­li­chen Tä­tig­keit han­delt.

2) Vertragsschluss

2.1 Die im On­line-Shop des Ver­käu­fers ent­hal­te­nen Pro­dukt­be­schrei­bun­gen stel­len kei­ne ver­bind­li­chen An­ge­bo­te sei­tens des Ver­käu­fers dar, son­dern die­nen zur Ab­ga­be ei­nes ver­bind­li­chen An­ge­bots durch den Kun­den.

2.2 Der Kun­de kann das An­ge­bot über das in den On­line-Shop des Ver­käu­fers in­te­grier­te On­line-Be­stell­for­mu­lar ab­ge­ben. Da­bei gibt der Kun­de, nach­dem er die aus­ge­wähl­ten Wa­ren in den vir­tu­el­len Wa­ren­korb ge­legt und den elek­tro­ni­schen Be­stell­pro­zess durch­lau­fen hat, durch Kli­cken des den Be­stell­vor­gang ab­schlie­ßen­den But­tons ein recht­lich ver­bind­li­ches Ver­trags­an­ge­bot in Be­zug auf die im Wa­ren­korb ent­hal­te­nen Wa­ren ab.

2.3 Der Ver­käu­fer kann das An­ge­bot des Kun­den in­ner­halb von fünf Ta­gen an­neh­men,

  • in­dem er dem Kun­den ei­ne schrift­li­che Auf­trags­be­stä­ti­gung oder ei­ne Auf­trags­be­stä­ti­gung in Text­form (Fax oder E-Mail) über­mit­telt, wo­bei in­so­weit der Zu­gang der Auf­trags­be­stä­ti­gung beim Kun­den maß­geb­lich ist, oder
  • in­dem er dem Kun­den die be­stell­te Wa­re lie­fert, wo­bei in­so­weit der Zu­gang der Wa­re beim Kun­den maß­geb­lich ist, oder
  • in­dem er den Kun­den nach Ab­ga­be von des­sen Be­stel­lung zur Zah­lung auf­for­dert.

Lie­gen meh­re­re der vor­ge­nann­ten Al­ter­na­ti­ven vor, kommt der Ver­trag in dem Zeit­punkt zu­stan­de, in dem ei­ne der vor­ge­nann­ten Al­ter­na­ti­ven zu­erst ein­tritt. Die Frist zur An­nah­me des An­ge­bots be­ginnt am Tag nach der Ab­sen­dung des An­ge­bots durch den Kun­den zu lau­fen und en­det mit dem Ab­lauf des fünf­ten Ta­ges, wel­cher auf die Ab­sen­dung des An­ge­bots folgt. Nimmt der Ver­käu­fer das An­ge­bot des Kun­den in­ner­halb vor­ge­nann­ter Frist nicht an, so gilt dies als Ab­leh­nung des An­ge­bots mit der Fol­ge, dass der Kun­de nicht mehr an sei­ne Wil­lens­er­klä­rung ge­bun­den ist.

2.4 Bei Aus­wahl der Zah­lungs­art „PayPal Ex­press“ er­folgt die Zah­lungs­ab­wick­lung über den Zah­lungs­dienst­leis­ter PayPal (Eu­ro­pe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Bou­le­vard Roy­al, L-2449 Lu­xem­bourg (im Fol­gen­den : „PayPal“), un­ter Gel­tung der PayPal-Nut­zungs­be­din­gun­gen, ein­seh­bar un­ter https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/useragreement-full oder – falls der Kun­de nicht über ein PayPal-Kon­to ver­fügt – un­ter Gel­tung der Be­din­gun­gen für Zah­lun­gen oh­ne PayPal-Kon­to, ein­seh­bar un­ter https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/privacywax-full. Wählt der Kun­de im Rah­men des On­line-Be­stell­vor­gangs „PayPal Ex­press“ als Zah­lungs­art aus, er­teilt er durch Kli­cken des den Be­stell­vor­gang ab­schlie­ßen­den But­tons zu­gleich auch ei­nen Zah­lungs­auf­trag an PayPal. Für die­sen Fall er­klärt der Ver­käu­fer schon jetzt die An­nah­me des An­ge­bots des Kun­den in dem Zeit­punkt, in dem der Kun­de durch Kli­cken des den Be­stell­vor­gang ab­schlie­ßen­den But­tons den Zah­lungs­vor­gang aus­löst.

2.5 Bei der Ab­ga­be ei­nes An­ge­bots über das On­line-Be­stell­for­mu­lar des Ver­käu­fers wird der Ver­trags­text vom Ver­käu­fer ge­spei­chert und dem Kun­den nach Ab­sen­dung sei­ner Be­stel­lung nebst den vor­lie­gen­den AGB in Text­form (z. B. E-Mail, Fax oder Brief) zu­ge­schickt. Zu­sätz­lich wird der Ver­trags­text auf der In­ter­net­sei­te des Ver­käu­fers ar­chi­viert und kann vom Kun­den über sein pass­wort­ge­schütz­tes Kun­den­kon­to un­ter An­ga­be der ent­spre­chen­den Log­in-Da­ten kos­ten­los ab­ge­ru­fen wer­den, so­fern der Kun­de vor Ab­sen­dung sei­ner Be­stel­lung ein Kun­den­kon­to im On­line-Shop des Ver­käu­fers an­ge­legt hat.

2.6 Vor ver­bind­li­cher Ab­ga­be der Be­stel­lung über das On­line-Be­stell­for­mu­lar des Ver­käu­fers kann der Kun­de mög­li­che Ein­ga­be­feh­ler durch auf­merk­sa­mes Le­sen der auf dem Bild­schirm dar­ge­stell­ten In­for­ma­tio­nen er­ken­nen. Ein wirk­sa­mes tech­ni­sches Mit­tel zur bes­se­ren Er­ken­nung von Ein­ga­be­feh­lern kann da­bei die Ver­grö­ße­rungs­funk­ti­on des Brow­sers sein, mit de­ren Hil­fe die Dar­stel­lung auf dem Bild­schirm ver­grö­ßert wird. Sei­ne Ein­ga­ben kann der Kun­de im Rah­men des elek­tro­ni­schen Be­stell­pro­zes­ses so lan­ge über die üb­li­chen Tas­ta­tur- und Maus­funk­tio­nen kor­ri­gie­ren, bis er den den Be­stell­vor­gang ab­schlie­ßen­den But­ton an­klickt.

2.7 Für den Ver­trags­schluss steht aus­schließ­lich die deut­sche Spra­che zur Ver­fü­gung.

2.8 Die Be­stell­ab­wick­lung und Kon­takt­auf­nah­me fin­den in der Re­gel per E-Mail und au­to­ma­ti­sier­ter Be­stell­ab­wick­lung statt. Der Kun­de hat si­cher­zu­stel­len, dass die von ihm zur Be­stell­ab­wick­lung an­ge­ge­be­ne E-Mail-Adres­se zu­tref­fend ist, so dass un­ter die­ser Adres­se die vom Ver­käu­fer ver­sand­ten E-Mails emp­fan­gen wer­den kön­nen. Ins­be­son­de­re hat der Kun­de bei dem Ein­satz von SPAM-Fil­tern si­cher­zu­stel­len, dass al­le vom Ver­käu­fer oder von die­sem mit der Be­stell­ab­wick­lung be­auf­trag­ten Drit­ten ver­sand­ten E-Mails zu­ge­stellt wer­den kön­nen.

2.9 Bei ei­ner Be­stel­lung von al­ko­ho­li­schen Ge­trän­ken be­stä­tigt der Kun­de mit Ab­sen­den der Be­stel­lung, dass er das ge­setz­lich er­for­der­li­che Min­dest­al­ter er­reicht hat und ver­pflich­tet sich da­für Sor­ge zu tra­gen, dass ent­we­der er oder ei­ne von ihm be­voll­mäch­tig­te voll­jäh­ri­ge Per­son die Wa­re ent­ge­gen neh­men darf.

3) Widerrufsrecht

3.1 Ver­brau­chern steht grund­sätz­lich ein Wi­der­rufs­recht zu.

3.2 Nä­he­re In­for­ma­tio­nen zum Wi­der­rufs­recht er­ge­ben sich aus der Wi­der­rufs­be­leh­rung des Ver­käu­fers.

4) Preise und Zahlungsbedingungen

4.1 So­fern sich aus der Pro­dukt­be­schrei­bung des Ver­käu­fers nichts an­de­res er­gibt, han­delt es sich bei den an­ge­ge­be­nen Prei­sen um Ge­samt­prei­se, die die ge­setz­li­che Um­satz­steu­er ent­hal­ten. Ge­ge­be­nen­falls zu­sätz­lich an­fal­len­de Lie­fer- und Ver­sand­kos­ten wer­den in der je­wei­li­gen Pro­dukt­be­schrei­bung ge­son­dert an­ge­ge­ben.

4.2 Die Zahlungsmöglichkeit/​en wird/​werden dem Kun­den im On­line-Shop des Ver­käu­fers mit­ge­teilt.

4.3 Ist Vor­aus­kas­se per Bank­über­wei­sung ver­ein­bart, ist die Zah­lung so­fort nach Ver­trags­ab­schluss fäl­lig, so­fern die Par­tei­en kei­nen spä­te­ren Fäl­lig­keits­ter­min ver­ein­bart ha­ben.

4.4 Bei Zah­lung mit­tels ei­ner von PayPal an­ge­bo­te­nen Zah­lungs­art er­folgt die Zah­lungs­ab­wick­lung über den Zah­lungs­dienst­leis­ter PayPal (Eu­ro­pe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Bou­le­vard Roy­al, L-2449 Lu­xem­bourg (im Fol­gen­den : “PayPal”), un­ter Gel­tung der PayPal-Nut­zungs­be­din­gun­gen, ein­seh­bar un­ter https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/useragreement-full oder – falls der Kun­de nicht über ein PayPal-Kon­to ver­fügt – un­ter Gel­tung der Be­din­gun­gen für Zah­lun­gen oh­ne PayPal-Kon­to, ein­seh­bar un­ter https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/privacywax-full.

4.5 Bei Aus­wahl der Zah­lungs­art „PayPal Credit“ (Ra­ten­zah­lung via PayPal) tritt der Ver­käu­fer sei­ne Zah­lungs­for­de­rung an PayPal ab. Vor An­nah­me der Ab­tre­tungs­er­klä­rung des Ver­käu­fers führt PayPal un­ter Ver­wen­dung der über­mit­tel­ten Kun­den­da­ten ei­ne Bo­ni­täts­prü­fung durch. Der Ver­käu­fer be­hält sich vor, dem Kun­den die Zah­lungs­art „PayPal Credit“ im Fal­le ei­nes ne­ga­ti­ven Prü­fungs­er­geb­nis­ses zu ver­wei­gern. Wird die Zah­lungs­art „PayPal Credit“ von PayPal zu­ge­las­sen, hat der Kun­de den Rech­nungs­be­trag zu den vom Ver­käu­fer fest­ge­leg­ten Kon­di­tio­nen, die ihm im On­line-Shop des Ver­käu­fers mit­ge­teilt wer­den, an PayPal zu be­zah­len. Er kann in die­sem Fall nur an PayPal mit schuld­be­frei­en­der Wir­kung leis­ten. Der Ver­käu­fer bleibt je­doch auch im Fal­le der For­de­rungs­ab­tre­tung zu­stän­dig für all­ge­mei­ne Kun­den­an­fra­gen z. B. zur Wa­re, Lie­fer­zeit, Ver­sen­dung, Re­tou­ren, Re­kla­ma­tio­nen, Wi­der­rufs­er­klä­run­gen und -zu­sen­dun­gen oder Gut­schrif­ten.

5) Liefer- und Versandbedingungen

5.1 Die Lie­fe­rung von Wa­ren er­folgt auf dem Ver­sand­weg an die vom Kun­den an­ge­ge­be­ne Lie­fer­an­schrift, so­fern nichts an­de­res ver­ein­bart ist. Bei ei­ner Be­stel­lung über das On­line-Be­stell­for­mu­lar des Ver­käu­fers ist die im On­line-Be­stell­for­mu­lar an­ge­ge­be­ne Lie­fer­an­schrift maß­geb­lich. Ab­wei­chend hier­von ist bei Aus­wahl der Zah­lungs­art PayPal die vom Kun­den zum Zeit­punkt der Be­zah­lung bei PayPal hin­ter­leg­te Lie­fer­an­schrift maß­geb­lich.

5.2 Sen­det das Trans­port­un­ter­neh­men die ver­sand­te Wa­re an den Ver­käu­fer zu­rück, da ei­ne Zu­stel­lung beim Kun­den nicht mög­lich war, trägt der Kun­de die Kos­ten für den er­folg­lo­sen Ver­sand. Dies gilt nicht, wenn der Kun­de den Um­stand, der zur Un­mög­lich­keit der Zu­stel­lung ge­führt hat, nicht zu ver­tre­ten hat oder wenn er vor­über­ge­hend an der An­nah­me der an­ge­bo­te­nen Leis­tung ver­hin­dert war, es sei denn, dass der Ver­käu­fer ihm die Leis­tung ei­ne an­ge­mes­se­ne Zeit vor­her an­ge­kün­digt hat­te. Fer­ner gilt dies im Hin­blick auf die Kos­ten für die Hin­sen­dung nicht, wenn der Kun­de sein Wi­der­rufs­recht wirk­sam aus­übt. Für die Rück­sen­de­kos­ten gilt bei wirk­sa­mer Aus­übung des Wi­der­rufs­rechts durch den Kun­den die in der Wi­der­rufs­be­leh­rung des Ver­käu­fers hier­zu ge­trof­fe­ne Re­ge­lung.

5.3 Han­delt der Kun­de als Un­ter­neh­mer, geht die Ge­fahr des zu­fäl­li­gen Un­ter­gangs und der zu­fäl­li­gen Ver­schlech­te­rung der ver­kauf­ten Wa­re auf den Kun­den über, so­bald der Ver­käu­fer die Sa­che dem Spe­di­teur, dem Fracht­füh­rer oder der sonst zur Aus­füh­rung der Ver­sen­dung be­stimm­ten Per­son oder An­stalt aus­ge­lie­fert hat. Han­delt der Kun­de als Ver­brau­cher, geht die Ge­fahr des zu­fäl­li­gen Un­ter­gangs und der zu­fäl­li­gen Ver­schlech­te­rung der ver­kauf­ten Wa­re grund­sätz­lich erst mit Über­ga­be der Wa­re an den Kun­den oder ei­ne emp­fangs­be­rech­tig­te Per­son über. Ab­wei­chend hier­von geht die Ge­fahr des zu­fäl­li­gen Un­ter­gangs und der zu­fäl­li­gen Ver­schlech­te­rung der ver­kauf­ten Wa­re auch bei Ver­brau­chern be­reits auf den Kun­den über, so­bald der Ver­käu­fer die Sa­che dem Spe­di­teur, dem Fracht­füh­rer oder der sonst zur Aus­füh­rung der Ver­sen­dung be­stimm­ten Per­son oder An­stalt aus­ge­lie­fert hat, wenn der Kun­de den Spe­di­teur, den Fracht­füh­rer oder die sonst zur Aus­füh­rung der Ver­sen­dung be­stimm­te Per­son oder An­stalt mit der Aus­füh­rung be­auf­tragt und der Ver­käu­fer dem Kun­den die­se Per­son oder An­stalt zu­vor nicht be­nannt hat.

5.4 Der Ver­käu­fer be­hält sich das Recht vor, im Fal­le nicht rich­ti­ger oder nicht ord­nungs­ge­mä­ßer Selbst­be­lie­fe­rung vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten. Dies gilt nur für den Fall, dass die Nicht­lie­fe­rung nicht vom Ver­käu­fer zu ver­tre­ten ist und die­ser mit der ge­bo­te­nen Sorg­falt ein kon­kre­tes De­ckungs­ge­schäft mit dem Zu­lie­fe­rer ab­ge­schlos­sen hat. Der Ver­käu­fer wird al­le zu­mut­ba­ren An­stren­gun­gen un­ter­neh­men, um die Wa­re zu be­schaf­fen. Im Fal­le der Nicht­ver­füg­bar­keit oder der nur teil­wei­sen Ver­füg­bar­keit der Wa­re wird der Kun­de un­ver­züg­lich in­for­miert und die Ge­gen­leis­tung un­ver­züg­lich er­stat­tet.

5.5 Selbst­ab­ho­lung ist aus lo­gis­ti­schen Grün­den nicht mög­lich.

6) Eigentumsvorbehalt

6.1 Ge­gen­über Ver­brau­chern be­hält sich der Ver­käu­fer bis zur voll­stän­di­gen Be­zah­lung des ge­schul­de­ten Kauf­prei­ses das Ei­gen­tum an der ge­lie­fer­ten Wa­re vor.

6.2 Ge­gen­über Un­ter­neh­mern be­hält sich der Ver­käu­fer bis zur voll­stän­di­gen Be­glei­chung al­ler For­de­run­gen aus ei­ner lau­fen­den Ge­schäfts­be­zie­hung das Ei­gen­tum an der ge­lie­fer­ten Wa­re vor.

6.3 Han­delt der Kun­de als Un­ter­neh­mer, so ist er zur Wei­ter­ver­äu­ße­rung der Vor­be­halts­wa­re im ord­nungs­ge­mä­ßen Ge­schäfts­be­trieb be­rech­tigt. Sämt­li­che hier­aus ent­ste­hen­den For­de­run­gen ge­gen Drit­te tritt der Kun­de in Hö­he des je­wei­li­gen Rech­nungs­wer­tes (ein­schließ­lich Um­satz­steu­er) im Vor­aus an den Ver­käu­fer ab. Die­se Ab­tre­tung gilt un­ab­hän­gig da­von, ob die Vor­be­halts­wa­re oh­ne oder nach Ver­ar­bei­tung wei­ter­ver­kauft wor­den ist. Der Kun­de bleibt zur Ein­zie­hung der For­de­run­gen auch nach der Ab­tre­tung er­mäch­tigt. Die Be­fug­nis des Ver­käu­fers, die For­de­run­gen selbst ein­zu­zie­hen, bleibt da­von un­be­rührt. Der Ver­käu­fer wird je­doch die For­de­run­gen nicht ein­zie­hen, so­lan­ge der Kun­de sei­nen Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen dem Ver­käu­fer ge­gen­über nach­kommt, nicht in Zah­lungs­ver­zug ge­rät und kein An­trag auf Er­öff­nung ei­nes In­sol­venz­ver­fah­rens ge­stellt ist.

7) Mängelhaftung (Gewährleistung)

Ist die Kauf­sa­che man­gel­haft, gel­ten die Vor­schrif­ten der ge­setz­li­chen Män­gel­haf­tung. Hier­von ab­wei­chend gilt :

7.1 Han­delt der Kun­de als Un­ter­neh­mer,

  • hat der Ver­käu­fer die Wahl der Art der Nach­er­fül­lung ;
  • be­trägt bei neu­en Wa­ren die Ver­jäh­rungs­frist für Män­gel ein Jahr ab Ge­fahr­über­gang ;
  • sind bei ge­brauch­ten Wa­ren die Rech­te und An­sprü­che we­gen Män­geln grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen ;
  • be­ginnt die Ver­jäh­rung nicht er­neut, wenn im Rah­men der Män­gel­haf­tung ei­ne Er­satz­lie­fe­rung er­folgt.

7.2 Han­delt der Kun­de als Ver­brau­cher, gilt bei ge­brauch­ten Wa­ren mit der Ein­schrän­kung der nach­fol­gen­den Zif­fer : Män­gel­an­sprü­che sind aus­ge­schlos­sen, wenn der Man­gel erst nach Ab­lauf ei­nes Jah­res ab Ab­lie­fe­rung der Wa­re auf­tritt. Män­gel, die in­ner­halb ei­nes Jah­res ab Ab­lie­fe­rung der Wa­re auf­tre­ten, kön­nen in­ner­halb der ge­setz­li­chen Ver­jäh­rungs­frist gel­tend ge­macht wer­den.

7.3 Die in den vor­ste­hen­den Zif­fern ge­re­gel­ten Haf­tungs­be­schrän­kun­gen und Frist­ver­kür­zun­gen gel­ten nicht

  • für Sa­chen, die ent­spre­chend ih­rer üb­li­chen Ver­wen­dungs­wei­se für ein Bau­werk ver­wen­det wor­den sind und des­sen Man­gel­haf­tig­keit ver­ur­sacht ha­ben,
  • für Scha­dens­er­satz- und Auf­wen­dungs­er­satz­an­sprü­che des Kun­den, so­wie
  • für den Fall, dass der Ver­käu­fer den Man­gel arg­lis­tig ver­schwie­gen hat.

7.4 Dar­über hin­aus gilt für Un­ter­neh­mer, dass die ge­setz­li­chen Ver­jäh­rungs­fris­ten für den Rück­griffs­an­spruch nach § 478 BGB un­be­rührt blei­ben.

7.5 Han­delt der Kun­de als Kauf­mann i.S.d. § 1 HGB, trifft ihn die kauf­män­ni­sche Un­ter­su­chungs- und Rü­ge­pflicht ge­mäß § 377 HGB. Un­ter­lässt der Kun­de die dort ge­re­gel­ten An­zei­ge­pflich­ten, gilt die Wa­re als ge­neh­migt.

7.6 Han­delt der Kun­de als Ver­brau­cher, so wird er ge­be­ten, an­ge­lie­fer­te Wa­ren mit of­fen­sicht­li­chen Trans­port­schä­den bei dem Zu­stel­ler zu re­kla­mie­ren und den Ver­käu­fer hier­von in Kennt­nis zu set­zen. Kommt der Kun­de dem nicht nach, hat dies kei­ner­lei Aus­wir­kun­gen auf sei­ne ge­setz­li­chen oder ver­trag­li­chen Män­gel­an­sprü­che.

8) Haftung

Der Ver­käu­fer haf­tet dem Kun­den aus al­len ver­trag­li­chen, ver­trags­ähn­li­chen und ge­setz­li­chen, auch de­lik­ti­schen An­sprü­chen auf Scha­dens- und Auf­wen­dungs­er­satz wie folgt :

8.1 Der Ver­käu­fer haf­tet aus je­dem Rechts­grund un­ein­ge­schränkt

  • bei Vor­satz oder gro­ber Fahr­läs­sig­keit,
  • bei vor­sätz­li­cher oder fahr­läs­si­ger Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit,
  • auf­grund ei­nes Ga­ran­tie­ver­spre­chens, so­weit dies­be­züg­lich nichts an­de­res ge­re­gelt ist,
  • auf­grund zwin­gen­der Haf­tung wie et­wa nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz.

8.2 Ver­letzt der Ver­käu­fer fahr­läs­sig ei­ne we­sent­li­che Ver­trags­pflicht, ist die Haf­tung auf den ver­trags­ty­pi­schen, vor­her­seh­ba­ren Scha­den be­grenzt, so­fern nicht ge­mäß vor­ste­hen­der Zif­fer un­be­schränkt ge­haf­tet wird. We­sent­li­che Ver­trags­pflich­ten sind Pflich­ten, die der Ver­trag dem Ver­käu­fer nach sei­nem In­halt zur Er­rei­chung des Ver­trags­zwecks auf­er­legt, de­ren Er­fül­lung die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung des Ver­trags über­haupt erst er­mög­licht und auf de­ren Ein­hal­tung der Kun­de re­gel­mä­ßig ver­trau­en darf.

8.3 Im Üb­ri­gen ist ei­ne Haf­tung des Ver­käu­fers aus­ge­schlos­sen.

8.4 Vor­ste­hen­de Haf­tungs­re­ge­lun­gen gel­ten auch im Hin­blick auf die Haf­tung des Ver­käu­fers für sei­ne Er­fül­lungs­ge­hil­fen und ge­setz­li­chen Ver­tre­ter.

9) Besondere Bedingungen für die Verarbeitung von Waren nach bestimmten Vorgaben des Kunden

9.1 Schul­det der Ver­käu­fer nach dem In­halt des Ver­tra­ges ne­ben der Wa­ren­lie­fe­rung auch die Ver­ar­bei­tung der Wa­re nach be­stimm­ten Vor­ga­ben des Kun­den, hat der Kun­de dem Be­trei­ber al­le für die Ver­ar­bei­tung er­for­der­li­chen In­hal­te wie Tex­te, Bil­der oder Gra­fi­ken in den vom Be­trei­ber vor­ge­ge­be­nen Da­tei­for­ma­ten, For­ma­tie­run­gen, Bild- und Da­tei­grö­ßen zur Ver­fü­gung zu stel­len und ihm die hier­für er­for­der­li­chen Nut­zungs­rech­te ein­zu­räu­men. Für die Be­schaf­fung und den Rech­te­er­werb an die­sen In­hal­ten ist al­lein der Kun­de ver­ant­wort­lich. Der Kun­de er­klärt und über­nimmt die Ver­ant­wor­tung da­für, dass er das Recht be­sitzt, die dem Ver­käu­fer über­las­se­nen In­hal­te zu nut­zen. Er trägt ins­be­son­de­re da­für Sor­ge, dass hier­durch kei­ne Rech­te Drit­ter ver­letzt wer­den, ins­be­son­de­re Ur­he­ber-, Mar­ken- und Per­sön­lich­keits­rech­te.

9.2 Der Kun­de stellt den Ver­käu­fer von An­sprü­chen Drit­ter frei, die die­se im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Ver­let­zung ih­rer Rech­te durch die ver­trags­ge­mä­ße Nut­zung der In­hal­te des Kun­den durch den Ver­käu­fer die­sem ge­gen­über gel­tend ma­chen kön­nen. Der Kun­de über­nimmt hier­bei auch die an­ge­mes­se­nen Kos­ten der not­wen­di­gen Rechts­ver­tei­di­gung ein­schließ­lich al­ler Ge­richts- und An­walts­kos­ten in ge­setz­li­cher Hö­he. Dies gilt nicht, wenn die Rechts­ver­let­zung vom Kun­den nicht zu ver­tre­ten ist. Der Kun­de ist ver­pflich­tet, dem Ver­käu­fer im Fal­le ei­ner In­an­spruch­nah­me durch Drit­te un­ver­züg­lich, wahr­heits­ge­mäß und voll­stän­dig al­le In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung zu stel­len, die für die Prü­fung der An­sprü­che und ei­ne Ver­tei­di­gung er­for­der­lich sind.

9.3 Der Ver­käu­fer be­hält sich vor, Ver­ar­bei­tungs­auf­trä­ge ab­zu­leh­nen, wenn die vom Kun­den hier­für über­las­se­nen In­hal­te ge­gen ge­setz­li­che oder be­hörd­li­che Ver­bo­te oder ge­gen die gu­ten Sit­ten ver­sto­ßen. Dies gilt ins­be­son­de­re bei Über­las­sung ver­fas­sungs­feind­li­cher, ras­sis­ti­scher, frem­den­feind­li­cher, dis­kri­mi­nie­ren­der, be­lei­di­gen­der, Ju­gend ge­fähr­den­der und/​oder Ge­walt ver­herr­li­chen­der In­hal­te.

10) Anwendbares Recht

Für sämt­li­che Rechts­be­zie­hun­gen der Par­tei­en gilt das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land un­ter Aus­schluss der Ge­set­ze über den in­ter­na­tio­na­len Kauf be­weg­li­cher Wa­ren. Bei Ver­brau­chern gilt die­se Rechts­wahl nur in­so­weit, als nicht der ge­währ­te Schutz durch zwin­gen­de Be­stim­mun­gen des Rechts des Staa­tes, in dem der Ver­brau­cher sei­nen ge­wöhn­li­chen Auf­ent­halt hat, ent­zo­gen wird.

11) Gerichtsstand

Han­delt der Kun­de als Kauf­mann, ju­ris­ti­sche Per­son des öf­fent­li­chen Rechts oder öf­fent­lich-recht­li­ches Son­der­ver­mö­gen mit Sitz im Ho­heits­ge­biet der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, ist aus­schließ­li­cher Ge­richts­stand für al­le Strei­tig­kei­ten aus die­sem Ver­trag der Ge­schäfts­sitz des Ver­käu­fers. Hat der Kun­de sei­nen Sitz au­ßer­halb des Ho­heits­ge­biets der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, so ist der Ge­schäfts­sitz des Ver­käu­fers aus­schließ­li­cher Ge­richts­stand für al­le Strei­tig­kei­ten aus die­sem Ver­trag, wenn der Ver­trag oder An­sprü­che aus dem Ver­trag der be­ruf­li­chen oder ge­werb­li­chen Tä­tig­keit des Kun­den zu­ge­rech­net wer­den kön­nen. Der Ver­käu­fer ist in den vor­ste­hen­den Fäl­len je­doch in je­dem Fall be­rech­tigt, das Ge­richt am Sitz des Kun­den an­zu­ru­fen.

12) Alternative Streitbeilegung

12.1 Die EU-Kom­mis­si­on stellt im In­ter­net un­ter fol­gen­dem Link ei­ne Platt­form zur On­line-Streit­bei­le­gung be­reit : https://ec.europa.eu/consumers/odr

Die­se Platt­form dient als An­lauf­stel­le zur au­ßer­ge­richt­li­chen Bei­le­gung von Strei­tig­kei­ten aus On­line-Kauf- oder Dienst­leis­tungs­ver­trä­gen, an de­nen ein Ver­brau­cher be­tei­ligt ist.

12.2 Der Ver­käu­fer ist zur Teil­nah­me an ei­nem Streit­bei­le­gungs­ver­fah­ren vor ei­ner Ver­brau­cher­schlich­tungs­stel­le we­der ver­pflich­tet noch be­reit.

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Ver­si­on : 201809150931